Die meisten chemischen Größen beschreiben physikalische Eigenschaften von Stoffen und sind daher gleichzeitig physikalische Größen.

 

Man unterteilt chemische Größen in intensive und extensive Größen. Intensive Größen sind unabhängig von der gewählten Stoffmenge, die Eigenschaften bleiben sowohl bei kleinen als auch größeren Mengen erhalten. Beispiele hierfür wären etwa Temperatur, Dichte und molare Masse. Bei extensiven Größen hingegen nimmt der Betrag abhängig von der gewählten Stoffportion zu oder ab. Masse, Stoffmenge und Volumen sind z.B. extensive Größen. Der Quotient aus zwei extensiven Größen ergibt wieder eine intensive Größe. So ergibt sich als Quotient aus Masse und Volumen die Dichte, der Quotient aus Masse und Stoffmenge bildet die molare Masse.

 

Eine weitere Unterteilung erfolgt in absolute und relative Größen. Die meisten Größen in der Chemie sind absolut, d.h. sie beziehen sich auf einen Nullpunkt. Um Eigenschaften von Objekten besser vergleichen zu können wurden relative Größen eingeführt, die jeweils als Quotienten aus einer absoluten Größe und einer bestimmten Bezugsgröße gebildet werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist die relative Atommasse, mit der sich die Atommassen von Elementen im Periodensystem vergleichen lassen.

 

In der physikalischen Chemie kennt man Zustands- und Prozessgrößen, je nachdem ob Zustände oder Vorgänge eines Systems beschrieben werden. Zustandsgrößen sind etwa Temperatur, Dichte und Energie. Wärme und Arbeit sind Prozessgrößen, da z.B. zugeführte Wärme die Temperatur eines Stoffes erhöht.